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Gründerportrait # 6: e-phos art - Von der Studienidee zum Preisträger

veröffentlicht am 09. März 2015 von Stefan Heilmann in Geschichten | Portraits | Interviews

Zusammen mit seiner ehemaligen Studienkollegin Stefanie Gräßler leitet Stephan Motejl die GMK GmbH, die hinter e-phos arts steht. Die Firma plant und entwirft individuelle Wandgestaltungen in Form bedruckter Leinwände mit Maßen bis zu fünf mal fünfzig Meter am Stück. Sie produziert bzw. gestaltet außerdem LED-Leuchtpanels und Schallabsorber.

Schon während ihres Studiums schmiedeten Stefanie Gräßler und Stephan Motejl erste Pläne, wie sie sich selbstständig machen könnten. 2008 starteten die Medienmanager schließlich ein Pilotprojekt zur Wandgestaltung. Im Jahr darauf gründeten sie ihr erstes Unternehmen, das sie 2013 in eine GmbH umwandelten. Neben der Idee der Wandgestaltung baut e-phos arts mittlerweile auf zwei weitere Säulen: LED-Leuchtplatten sowie Schallabsorbertechnik. Besonders in Räumen aus Sichtbeton sei der Raumklang oft ein Problem.

Klassisch erfolgreich - nicht ohne Probleme 
Für ihre Produkte arbeiten Stefanie Gräßler und Stephan Motejl mit Partnern in ganz Deutschland sowie in Österreich und der Schweiz zusammen. "Sie sind Netzwerk und Inspiration zugleich. Es sind vor allem Maler und Tischler vor Ort, die ihre Kunden kennen", erklärt Motejl. Mit Umsatzsteigerungen von jährlich mindestens 20 Prozent sei ihr Unternehmen auf dem besten Wege. Künftig wollen sie sich verstärkt den Themen "gesundes Wohnen" und "grüne Technologie" widmen und weiter wachsen. Die Ampeln stehen auf grün, aber Lehrgeld haben sie im Laufe ihrer Gründungsphase natürlich bezahlt, sagen Gräßler und Motejl. Das wichtigste seien Geduld und ein langer Atem: "Man darf nicht verzweifeln, auch wenn man vor einem Berg steht, den man nicht überschauen kann." Besonders problematisch seien Zahlungsausfälle von Kunden und die Fokussierung staatlicher Förderung auf IT-Start-Ups: "Klassische Produkte wie unsere haben es schwer. Wenn es gut läuft, freuen sich alle, aber dahin muss man erstmal kommen. Wir sind stolz darauf, keine IT-Firma zu sein und es trotzdem geschafft zu haben".
Stephan Motejl stellte sich nochmals unseren Fragen.

Ihr hattet Gelegenheit vor ausgewählten Business Angels eure Geschäftsidee zu präsentieren. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht und was  passierte danach?
Die Präsentation war für uns erfolgreich, da wir auf diesem Meeting mit BusinessAngel aus Schneeberg zusammengekommen sind, welcher uns bis heute begleitet und unternehmerisch zur Seite steht.

Wer und was ist e-phos arts?
e-phos arts ist die Handelsmarke der GMK GmbH, unter welcher wir großflächige Wandgestaltungen, ultraflache LED Lichtplatten sowie Schallabsorbersysteme herstellen und vertreiben. Das Hauptaugenmerk wird neben innovativen Lösungen vor allem auf absolute Individualität gelegt.  

Wie und wann entstand die Idee dazu?
Die Idee entstand im Studium zwischen Frau Gräßler und mir 2007, da wir beide ein Affinität zur Gestaltung hatten und in diesem Bereich einen sehr großen Markt sehen.

Wer hat Euch bei der Gründung geholfen?
Wir sind damals alleine gestartet, hatten aber jemanden der uns anfangs mit unserer späteren Hausbank zusammengebracht hatte.

Was waren die größten Herausforderungen und wie habt Ihr sie bewältigt? Gibt es Erfahrungen, die Ihr an andere Gründer weitergeben möchtet?
Die Kapitalbeschaffung und die Akzeptanz der Idee: Es war sehr viel Arbeit bis der Businessplan stand. Unser Tipp: einen ganz ganz langen Atem haben und sich nicht vom ersten Gegenwind oder den ersten Enttäuschungen entmutigen lassen.  

Welche Faktoren sind aus Eurer Sicht wichtig, für den Erfolg einer Existenzgründung?
Fleiß, eiserner Wille, Durchsetzungsvermögen und grundsätzlich eine gute Idee.

Gibt es etwas worauf Ihr besonders stolz seid?
Wir haben letztes Jahr den Leipziger Gründerpreis der IHK erhalten.

Was würden Sie beim nächsten Mal anders machen?
Von vornherein größer denken, vor allem in der Kaptialbeschaffung da sehr viele Kosten anfallen, welche man im Vorfeld unterschätzt.

Was ist Eure Zukunftsvision? Welche Ziele habt Ihr?
Wir arbeiten gerade an strategischen Partnerschaften mit wichtigen Multiplikatoren um unsere Produkte in die Breite zu bekommen. Natürlich wollen wir wachsen und unsere Produkte und Möglichkeiten weiter verbessern und den Bedürfnissen unsere Kunden weiter anzupassen. Wir hoffen einmal eine Institution im Bereich der Objektgestaltung zu werden…