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Mut, Fehler wahrzunehmen

veröffentlicht am 17. August 2017 von in Allgemein

Unternehmenskrisen haben einen idealtypischen Verlauf. Üblicherweise beginnt die Unternehmenskrise mit einer strategischen Krise - die langfristige Steuerung, Sicherung und Neuerschließung der Erfolgspotentiale wird vernachlässigt,  Veränderungen im strategischen Umfeld werden nicht wahrgenommen, Anpassungen an strukturelle Marktbedingungen finden nicht statt.
Die  Vorboten sind allerdings besonders schwer zu erkennen. Die strategische Krise äußert sich in den meisten Fällen zuerst im Verlust von Marktanteilen und Aufträgen.

In der Ertrags-/ Ergebniskrise sind erste Auswirkungen der negativen Entwicklung bereits direkt messbar. Die geplanten Umsatz- und Ertragsziele sind nicht mehr einzuhalten. Sie  laufen zudem Gefahr, die ursprünglichen Krisenursachen gar nicht mehr zu erkennen. Das Entstehen dieser Krise kann durch  regelmäßige Bilanzkennzahlenanalyse sowie die Liquiditäts- und Finanzplanung ermittelt werden.

Rückläufige Umsätze und sinkende Gewinne führen gerade bei eigenkapitalschwachen Unternehmen sehr schnell in die Liquiditätsnot. Eigenkapitalreserven sind schnell aufgebraucht, und Fremdkapitalquellen stehen kaum mehr zur Verfügung. Die Liquiditätskrise kündigt sich bereits  bei einer regelmäßigen kurz- und mittelfristigen Liquiditätsplanung, durch zunehmende Ausschöpfung des Kontokorrentrahmens und durch mangelnde Fähigkeit, Skonti zu ziehen, an.

Um das Unternehmen wieder auf Erfolgkurs zu bringen, braucht es vor allem den Mut, Fehler wahrzunehmen und sich der Situation zu stellen. In vielen Fällen kann durch rechtzeitiges Gegensteuern und fachkundige Hilfe eine Krise bewältigt und die Existenz des Unternehmens und der damit verbundenen Arbeitsplätze gesichert werden.