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Was Start-ups wollen - IHK-Organisation legt Maßnahmenkatalog vor

08.08.2017

Was muss hierzulande geschehen, damit aus guten Ideen mehr gute Unternehmen werden? Die IHK-Organisation hat Startups gefragt und die Antworten von 295 Startups ausgewertet. Drei Dinge sollten auf einer Startup-Agenda für Deutschland ganz oben stehen: Eine deutliche Vereinfachung bei den Anträgen zur öffentlichen Förderung, eine weit weniger komplexe Besteuerung und ein noch leichterer Zugang zu Venture Capital. Anlässlich eines Aktionstages unter dem Motto "Ready - set - grow!" befragten viele IHKs teilnehmende Startups, was jetzt am Startup-Standort Deutschland geschehen muss. 295 Startups antworteten. Die Ergebnisse hat der DIHK in der Publikation "Was Startups wollen - Empfehlungen zur Unterstützung innovativer und wachstumsstarker Gründungen" zusammengefasst.

An erster Stelle auf dieser Start-up-Agenda für Deutschland steht eine deutliche Vereinfachung bei den Anträgen für öffentliche Förderung, gefolgt von einer Verringerung der Komplexität der Besteuerung und einem leichteren Zugang zu Beteiligungskapital.

  • 48 Prozent der Startups plädieren für einfachere Antragsverfahren für öffentliche Fördermittel.
  • Für 33 Prozent ist ein besserer Zugang zu Wagniskapital in der Vorgründungsphase (Seed-Phase) entscheidend, für 30 Prozent zu Venture Capital in der Wachstumsphase.
  • 29 Prozent sehen in einem besseren Zugang zu Fremdkapital einen wichtigen Hebel für bessere Rahmenbedingungen für Startups.
Ebenfalls weit oben auf der Startup-Agenda steht der Abbau bürokratischer Hemmnisse.
  • 47 Prozent der Startups fordern Vereinfachungen im Steuerrecht, 37 Prozent konsequenten Bürokratieabbau auf weiteren Feldern.
  • 26 Prozent der Startups sehen eine bessere Vernetzung der Startup-Szene mit der etablierten Wirtschaft als notwendig an. Auch eine bessere internationale Vernetzung haben Startups auf ihrer Empfehlungsagenda (22 Prozent). Auch bei der Vernetzung mit Universitäten und Forschungseinrichtungen sehen Startups Verbesserungsmöglichkeiten (18 Prozent).
  • 22 Prozent der Startups sehen Verbesserungspotenzial beim Zugang zu qualifizierten Fachkräften.
  • 21 Prozent sehen die Notwendigkeit einer besseren IT-Infrastruktur in den Regionen.
  • 14 Prozent der Startups sehen Handlungsbedarf beim Thema IT-Sicherheit, elf Prozent beim Datenschutzrecht, zwölf Prozent auf weiteren Rechtsgebieten.
Vereinfachen! Vernetzen! Gestalten!
Getreu diesem Motto stehen die 79 IHKs in Deutschland innovationsstarken Startups zur Seite. Sie bieten Orientierung im "Förderdschungel", schlagen Brücken in die internationalen Märkte und egal ob Innovation, Umwelt, Datenschutz oder IT-Sicherheit - Expertenteams aus den Bereichen Gründung, Finanzierung, Recht, Innovation, Außenwirtschaft und Umwelt beraten neutral und unabhängig.