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Tipps und Tricks für gute Firmennamen

veröffentlicht am 03. November 2017 von in Recht und Steuern, Tipps und Tricks

Jedes Unternehmen hat einen Namen. Aber nicht irgendeinen. Entscheidend ist, welche Rechtsform das Unternehmen hat. Soll es der persönliche Name, ein Fantasiename oder vielleicht der Branchenname sein? Oder soll aus dem Namen die Tätigkeit des Unternehmens hervorgehen? Was ist mit Städte- oder Ländernamen? Und wie muss die Rechtsform aufgeführt werden? Bei der Wahl des geeigneten Namens für Ihr Unternehmen stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen. Allerdings müssen Sie dabei auch einige Punkte beachten.

1. Einfachheit
Ein einfacher Name ist erfahrungsgemäß besser einzuprägen als ein komplexer Name. Potenzielle Kunden erinnern sich grundsätzlich besser an einfache aber ausdrucksstarke Namen.

2. Verständlichkeit
Ein Name muss aussagekräftig und verständlich sein damit Kunden kommen und bleiben. Unternehmen müssen mit ihrem Namen aussagen, was sie tun. Namen wie "Schulze GmbH" oder "Good-tec international Service" verraten potenziellen Kunden weder was das Unternehmen leistet noch sind sie einprägsam.

3. Keine Abkürzungen
Viele weltberühmte Unternehmen verwenden Abkürzungen als Firmennamen, jedoch steckt hinter der Berühmtheit dieser Firmen Jahrzehnte lange Arbeit und horrende Investitionssummen.  Ein kleines bis Mittelständisches Unternehmen muss mit einem kreativen Namen glänzen, da die Konkurrenz groß ist und jeder etwas anbietet.

4. Mit Bildern spielen
Illustrative Namen sind erfolgreich weil der Mensch grundsätzlich Bilder im Kopf mit Begriffen assoziiert. Das berühmte Beispiel "Denken Sie nicht an einen gelben Elefanten" spricht Bände.

5. Ungewöhnlich Denken
Bei der Fülle an Unternehmen im Mittelstand muss man aus der Masse herausstechen. Seien Sie kreativ ohne lächerlich zu wirken, getreu dem Motto "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!".

6. Spielraum lassen
Wer sein Unternehmen expandieren will  der sollte einen Namen wählen der erweiterbar ist, falls in Zukunft mehr angeboten oder geleistet wird.

7. Negative Assoziationen vermeiden
Einer der berühmtesten Werbeflops der letzten 20 Jahre war der Sportwagen "MR2" von Toyota, der in Frankreich genauso wie der Kraftausdruck mit "Sch…" ausgesprochen wurde - "Merde". Man kann Bekannte fragen oder den Begriff im Internet recherchieren um solche Fallen zu umgehen. Es kommt natürlich ganz auf das Produkt des Unternehmens und auch auf die Region an, in der man tätig ist aber man weiß schließlich nie vorher, was man einmal für Kunden hat.

8. Keinen Trends folgen
Trends bedeuten, jeder macht es. Das ist der erste Schritt in die falsche Richtung, wenn Sie mit Ihrem Unternehmen aus der Masse herausstechen wollen. Firmen, die auf "Welt", "Center" oder "Service"  enden, gibt es zu oft. Testen Sie es doch einfach auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit.

9. Den Namen "testen"
So wie jedes Produkt mehr oder weniger ausgiebig getestet wird, sollten auch Sie ihren Namen einem Testlauf unterziehen: Wenn sich eine gute Idee im Gehirn festbrennt, fragen Sie vorerst Freunde und Bekannte was ihnen der Name sagt und womit sie ihn assoziieren. Die Meinung der nächsten Bekannten und Verwandten zeigt einem oft Tatsachen auf, an die man nie und nimmer gedacht hätte.

10. etwas Besonderes
Bevor die ersten Werbeschilder und Visitenkarten gedruckt werden müssen Sie sich im Klaren darüber sein, ob ihr Name auch etwas im Kunden etwas "weckt". Kann ihr Kunde bereits an Ihrem Firmennamen sehen, was ihr Business ausmacht? Sind Sie selbst interessiert an Ihrem Firmennamen allein ohne dabei an Ihre Ideen und Kompetenzen zu denken? Antworten auf diese mentalen Fragen können sehr augenöffnend sein.

All diese Tipps sind nur ein Leitfaden. Am Ende entscheiden immer noch Sie, welchen Namen Ihr Unternehmen hat! Wie Marktforschung und Studien aber belegen, spielt die Meinung des Kunden die entscheidende Rolle. Persönliche Präferenzen kann man haben aber man sollte diese immer mit Bedacht der Klientel verbinden, denn Kunden sind letztendlich diejenigen, die die Wirtschaft am Leben erhalten.