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Gründerportrait # 16: watttron gewinnt Ideenwettbewerb

veröffentlicht am 04. September 2017 von in Geschichten | Portraits | Interviews

Dresdner Startup watttron steigert mit innovativen Kontaktheizsystemen die Effizienz von Verpackungsmaschinen. Die Verpackungsbranche ist derzeit einem starken Wandel ausgesetzt. Globalisierung, innovative Technologien, steigende Kundenansprüche und nicht zuletzt die Forderung nach Nachhaltigkeit befeuern diese Entwicklung. Die watttron GmbH ermöglicht es der kunststoffverarbeitenden Industrie diesen Megatrends zu folgen - mit dem Heizsystem cera2heat. Die watttron GmbH ist eine seit dem Jahr 2016 bestehende Ausgründung des Instituts für Verarbeitungsmaschinen und Mobile Arbeitsmaschinen der Technischen Universität Dresden sowie des Fraunhofer Instituts für Verarbeitungsmaschinen und Verpackungstechnik Dresden, die im Bereich der Kunststoffverarbeitung neue Wege geht.

Bisher werden Kunststoffverpackungen wie z.B. Joghurtbecher, Kaffeekapseln oder Blister üblicherweise hergestellt, indem eine Kunststofffolie zwischen zwei Heizplatten auf eine Umformtemperatur erhitzt und anschließend durch Druckluft in die gewünschte Form gebracht wird. Die gleichmäßige Erwärmung des Kunststoffs führt letztlich dazu, dass die fertige Verpackung an einigen Stellen mehr Kunststoff aufweist als konstruktiv notwendig wäre.

Bei cera2heat handelt es sich dagegen um ein Kontaktheizsystem aus einzeln regelbaren keramischen Heizelementen, die zusammen ein Temperaturfeld erzeugen. Durch die lokal definierte Erwärmung lässt sich die Verarbeitung von Kunststoffen beim Thermoformen im Vergleich zu klassischen Ansätzen deutlich verbessern. 5x5 Millimeter Fläche weisen die einzelnen Heizfelder auf, die mittels einer ebenfalls selbst entwickelten Software angesteuert werden. Auf diese Weise lassen sich beim Rohstoff- und Energieverbrauch Einsparungen von etwa 30 % erzielen.

Die Aktivitäten der watttron GmbH beschränken sich dabei jedoch nicht nur auf Verpackungsmaschinen. Der Einsatz der cera2heat-Technologie soll auch für andere Anwendungsfelder weiterentwickelt werden, z.B. in der Medizinprodukt-, Pharma- und Automotivbranche.

Die Vielfalt an potentiellen Nutzungsszenarien erfordert branchenübergreifende Kooperation. So soll die positive Zusammenarbeit mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis zukünftig noch stärker ausgebaut werden.