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CE? – Das ist nicht nur eine Führerscheinklasse!

veröffentlicht am 13. Februar 2018 von in Recht und Steuern

Viele (aber nicht alle) Produkte benötigen eine CE-Kennzeichnung, damit Sie im Europäischen Wirtschaftsraum verkauft werden dürfen. Mit dem CE-Zeichen zeigt der Produkthersteller oder Importeur, dass alle EU-Anforderungen an Sicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz eingehalten werden.

Du willst ein Produkt auf den Markt bringen? Wie gehst du am besten dabei vor?
 
  1. Ermittle, welche EU-Anforderungen für dein Produkt gelten
    Die CE-Kennzeichnung ist nur für diejenigen Produkte oder Produktgruppen relevant, für die sogenannte CE-Rechtsakte erlassen wurden (z.B. Spielzeug, Elektrogeräte, Maschinen, Medizinprodukte, …). In den CE-Rechtsakten sind die speziellen Anforderungen geregelt.
    Doch Vorsicht! Ein Produkt kann in den Geltungsbereich mehrerer Rechtsakte fallen. Zum Beispiel könnten für ein ferngesteuertes Auto gleichzeitig die Anforderungen an Spielzeug, Elektrogeräte und Funkanlagen gelten.
     
  2. Prüfe, ob dein Produkt den Anforderungen entspricht
    Du musst sicherstellen, dass dein Produkt alle rechtsverbindlichen Anforderungen der EU erfüllt. Dabei können sogenannte "harmonisierte europäische Normen" helfen. Es handelt sich dabei um besondere Normen, bei deren Einhaltung vermutet wird, dass ein Produkt den Anforderungen der EU-Rechtsvorschriften entspricht.
     
  3. Kläre, ob dein Produkt von einer "benannten Stelle" geprüft werden muss
    Bei einigen Produkten müssen besondere Prüfinstitute ("benannte Stellen") überprüfen, ob dein Produkt wirklich sicher ist. Dies ist nicht für alle Produkte verpflichtend.
     
  4. Teste dein Produkt
    Wenn keine benannte Stelle notwendig ist, heißt das aber nicht, dass du nichts tun musst. Ganz im Gegenteil! Du musst beispielsweise durch eine Risikobeurteilung und eigene Tests sichergehen, dass alle Anforderungen eingehalten werden. Natürlich muss das auch dokumentiert werden.
     
  5. Erstelle die technische Dokumentation
    Die technische Dokumentation sollte alle Unterlagen enthalten, die zeigen, dass dein Produkt sicher ist und alle sonstigen Anforderungen erfüllt.
     
  6. Konformitätserklärung und CE-Kennzeichnung
    Fast geschafft! Nachdem du eine Konformitätserklärung erstellt hast, musst du nur noch das CE-Kennzeichen auf das Produkt anbringen und der Vertrieb kann beginnen.
     
Brauchst du Unterstützung?

Das Feld der Produktanforderungen und -kennzeichnung ist unübersichtlich und komplex. Es ist nicht immer leicht den Überblick zu behalten. Wir wissen das und bieten dir als IHK Dresden unsere Unterstützung an.