Header

Pfad

Kleinunternehmer sollen Neuerungen im Steuerrecht kennen

16.02.2018

Zu Beginn des neuen Jahres haben sich diverse Gesetze und Bestimmungen geändert, dies ebenfalls im Bereich des Steuerrechts. Insbesondere den Kleinunternehmern - Selbstständigen und Freiberuflern - wird empfohlen, gleich zu Jahresbeginn ihre neuen Pflichten mit dem Steuerberater zu besprechen.
So bringt insbesondere bei der Einkommensteuererklärung die Kleinunternehmerregelung künftig keine Erleichterung mehr. Jeder, der Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit oder aus Gewerbebetrieb erzielt, ist jetzt verpflichtet, seinen Gewinn unabhängig von der Höhe der Betriebseinnahmen anhand der Anlage Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) dem Finanzamt gegenüber zu erklären.
Bisher durften Einnahmenüberschussrechner, zum Beispiel freiberufliche Kleinunternehmer, der Einkommensteuererklärung eine formlose Gewinnermittlung beifügen, wenn ihre Betriebseinnahmen weniger als 17 500 Euro betrugen. Diese Regelung gilt nicht mehr. Nunmehr müssen auch die Kleinunternehmer für die Steuererklärung 2017 die Anlage EÜR ausfüllen und elektronisch übermitteln. Nur bei Härtefällen kann das Finanzamt auf Antrag auf die elektronische Übermittlung der Einnahmenüberschussrechnung verzichten.

Zu Kleinunternehmern gehört nach wie vor, wer im vorangegangenen Kalenderjahr nicht mehr als 17.500 Euro Umsatz verzeichnet hat und im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich weniger als 50.000 Euro erzielt. Wer diese Kriterien erfüllt, kann sich von der Umsatzsteuerpflicht befreien lassen, indem er die Kleinunternehmerregelung beantragt. An die Entscheidung sind Unternehmer für fünf Jahre gebunden. Die Entscheidung ist folgenreich. Es ist empfehlenswert, alle Aspekte dieser wichtigen Entscheidung mit dem Steuerberater zu besprechen.