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Step by Step

Schritt für Schritt in die berufliche Selbstständigkeit. Jede Existenzgründung muss gründlich vorbereitet werden. Doch wie sehen die ersten Gründungsschritte aus? Gibt es einen "roten Faden" für den Gründungsablauf? Die folgende Übersicht zeigt Ihnen die wichtigsten Schritte auf dem Weg zum eigenen Unternehmen. Intergrierte Links führen dirket zu weitergehenden Informationen.

DIE ENTSCHEIDUNG
Benötigen Sie bestimmte Qualifikationen, um sich beruflich selbstständig zu machen? Was sollten Sie auf Grund Ihrer Ausgangssituation berücksichtigen? Antworten auf diese und ähnliche Fragen finden Sie hier:

 

1. Sind Sie ein Unternehmertyp?

Ein wichtiger Schritt in die Selbstständigkeit ist die Selbstprüfung. Hinterfragen Sie kritisch, ob Sie diese Voraussetzungen erfüllen. Eine Reihe von einfachen Testfragen hilft Ihnen, in dieser Frage mehr Sicherheit zu gewinnen:
  • Ist die Selbstständigkeit wirklich der richtige Weg für Sie?
  • Sind Sie fachlich qualifiziert?
  • Haben Sie Erfahrungen in der Branche?
  • Verfügen Sie über kaufmännisches Know-how?
  • Steht Ihre Familie hinter Ihnen?
  • Stehen Sie die Belastungen während der Startphase - und auch später - durch?
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2. Stärken-Schwächen-Profil erstellen

Kein erfolgreicher Verkäufer dieser Welt würde ein Verkaufsgespräch führen, ohne das Produkt, das verkauft werden soll, genau zu kennen. Viele Gründer gehen in die Selbstständigkeit, ohne ein genaues Bild von sich selbst zu haben: persönliche Stärken, Schwächen, Fähigkeiten und Kenntnisse. Aus diesem Grund ist Ihre erste und wahrscheinlich wichtigste Aufgabe, sich Ihrer selbst bewusst zu werden.
  • Wer bin ich? Was kann ich? Was möchte ich?
Für einen Unternehmer ist es wichtig, kontaktfreudig zu sein, Kunden neugierig zu machen, zu begeistern und vor allem mit fachlicher Kompetenz zu überzeugen. Erfahrungen im Umgang mit Partnern und Mitarbeitern sind genauso wichtig, wie die Fähigkeit, Chancen zu erkennen, der Mut zum Risiko bzw. die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Eine Selbstanalyse oder das Befragen von Freunden könnte bei der Beurteilung Ihrer persönlichen Eigenschaften, Ihrer persönlichen Fähigkeiten und Ihrer fachgebundenen Qualifikationen sehr hilfreich sein.
 
 

3. Lebenssituation analysieren

Die Gründung eines Unternehmens sollte keine Notlösung sein. Versuchen Sie, sich ein Bild über den Alltag einer Unternehmerin bzw. eines Unternehmers zu machen. Wichtig ist auch eine ehrliche Einschätzung Ihrer individuellen Lebenssituation. Sprechen Sie vor allem auch mit Ihrer Familie. Sie muss Ihr Vorhaben unterstützen, denn eine Selbstständigkeit führt zu Veränderungen und möglichen Einschränkungen. Die Gestaltung der Lebensverhältnisse, die Einkommenserwartungen, die betriebliche und private Aufgabenverteilung bis zum gemeinsamen Haftungsrisiko müssen besprochen und geregelt werden.
 
 

4. Motive, Ziele, Strategien festlegen

Maßgebend für die Entscheidung, eine selbstständige Existenz aufzubauen, sind Überlegungen zu Motiven, persönlicher Motivation und auch der Wille, sein eigener Herr zu werden. Wer genau weiß, wohin der Weg gehen soll und was auf die Person des Unternehmers zukommt, hat gute Chancen. Auch wer bisher schon innovativ und kreativ im Beruf tätig war und seinen persönlichen Stärken vertraut, sollte ohne Zeitdruck seine unternehmerische Zukunft planen und nicht übereilt handeln.

DIE PLANUNG
Welche Informationen benötigen Sie für Ihre Gründung? Wie wird eine Businessplan erstellt? Lesen Sie dazu mehr in dieser Rubrik:
 
 

5. Ideen sammeln und bewerten - Geschäftsidee ausarbeiten

Sammeln Sie Ideen, diese kommen meist dann, wenn man gar nicht damit rechnet. Überlegen Sie, mit welcher Geschäftsidee Sie sich selbstständig machen können. Lerne Sie den relevanten Markt kennen. Dies hilft Ihnen, Marktlücken zu erkennen und die Anforderungen des Marktes zu entdecken. Wer sind Ihre zukünftigen Kunden. Wie sind deren Bedürfnisse, Neigungen und das Kaufverhalten. Gibt es mögliche Wettbewerber? Wie  unterscheidet sich Ihr Angebot? Finden Sie möglichst etwas Besonderes, was die Konkurrenz bisher übersehen hat. Wenn es Ihnen an einer zündenden Geschäftsidee fehlt, kommt für Sie vielleicht ein Franchiseunternehmen in Frage. Oder Sie übernehmen ein bestehendes Unternehmen. Unternehmensnachfolger sind in jeder Branche und für jede Unternehmensgröße gefragt.

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6. Gründungswissen besorgen

  • Besuchen Sie ein Gründungsseminar!
  • Verschaffen Sie sich Brancheninformationen!
    Um sich zunächst einen Überblick über das zukünftige Geschäftsfeld zu verschaffen, ist es sinnvoll neben dem Lesen von diversen Fachzeitschriften und Büchern auch Berufskammern und Fachverbände zu kontaktieren.
  • Nutzen Sie die Möglichkeit der individuellen Beratung!
    Grundlage für eine fundierte und individuelle Beratung ist die Geschäftsidee, denn danach richten sich auch die notwendigen persönlichen Voraussetzungen, die entsprechenden behördlichen Genehmigungen bzw. Anforderungen für das Geschäftsvorhaben. Dabei sind besonders das Wissen und der Rat von Experten zu nutzen.
 
 

7. Von der Planung zum Konzept

Wer seine Vision vom eigenen Unternehmen erfolgreich verwirklichen will, braucht einen guten Plan. Schreiben Sie Ihren Businessplan selbst. Nur auf diese Weise gewinnen Sie an Wissen und Sicherheit, um Ihr Unternehmen erfolgreich zu starten. Erläutern Sie Ihre Geschäftsidee bzw. Ihr Vorhaben. Stellen Sie Ihre fachlichen und kaufmännischen Qualifikationen dar. Beschreiben Sie Ihr Produkt bzw. Ihre Dienstleistung. Beschreiben Sie Ihre zukünftigen Kunden und Ihre Konkurrenten. Wie viele Kunden können realistischer Weise tatsächlich bedient werden? Was sind die Kunden bereit für Ihr Angebot zu bezahlen. Zu welchem Preis wollen Sie Ihr Produkt bzw. Ihre Dienstleistung verkaufen? Überlegen Sie genau, welchen Nutzen die potenziellen Kunden haben und welche besonderen Vorteile das Angebot enthält. Vorsicht wenn der einzige Vorzug der Preis ist. Erfahrungsgemäß werden mehrere Anläufe benötigt, bevor aus einer Ursprungsidee ein solides Gründungskonzept entsteht.

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DER FINANZPLAN
Antworten rund um das Thema Gründungsfinanzierung finden Sie hier, in der Rubrik:
 
 

8. Kalkulieren Sie Umsätze, Kosten und Ihren Verdienst.

Zu Beginn der meisten Vorhaben ist es schwer einzuschätzen, welche Kosten entstehen werden. Mit den Finanzplanrechnungen legen Sie Ihre Ziele und den einzuschlagenden Weg fest, und Ihr Gründungsvorhaben wird rechnerisch fassbar.
Welche monatlichen Umsätze resultieren aus der geplanten Preis- und Kundenstruktur? Außerdem sind die anfallenden Kosten zu kalkulieren, um einzuschätzen, ob die Geschäftsidee grundsätzlich über genügend Potenzial verfügt. Vergessen Sie nicht Ihre monatlichen Lebenshaltungskosten. Überlegen Sie, ob sich die Gründung einer selbstständigen Existenz für Sie auszahlt. Lohnt sich der Aufwand?

Diese Kalkulation hängt in hohem Maße von den persönlichen Lebensumständen ab.
 
 
 

9. Kalkulieren Sie das benötigte Startkapital.

Wie hoch ist der Kapitalbedarf - wie viel Geld benötigen Sie, um Ihr Gründungsvorhaben zu starten? Je nach Vorhaben müssen Material, Büroausstattung, ein Warenlager, Mietkaution, Umbauten usw. finanziert werden. Denken Sie daran, dass Sie unter Umständen eine mehrmonatige Anlaufphase finanziell überbrücken müssen. Machen Sie eine Aufstellung aller kurz- und längerfristig relevanten Kostenpositionen.

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10. Ermitteln Sie alle möglichen Finanzquellen.

Wie können Sie den ermittelten Kapitalbedarf decken? Wie viel Geld steht Ihnen selbst zur Verfügung? Wer könnte Ihnen privat Geld leihen? Wer würde sich an Ihrem Unternehmen beteiligen? Informieren Sie sich über die Kreditkonditionen der Banken und Sparkassen. Berücksichtigen Sie in jedem Fall auch die Förderprogramme für Existenzgründer, die vom Bund und den Bundesländern zur Verfügung gestellt werden und entwickeln Sie einen Finanzierungsplan.

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DAS UNTERNEHMEN
Welche Behörden sollten Sie kontaktieren, um Ihre Gründung anzumelden? Und wie sieht es mit der persönlichen Vorsorge aus?
 
 

11. Rechtliche Formalitäten, notwendige Zulassungen und Genehmigungen prüfen

Erkundigen Sie sich beispielsweise bei der Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer welche Formalitäten Sie erledigen müssen, um Ihr Unternehmen zu starten, ob Sie besondere Voraussetzungen, Nachweise, behördliche Zulassungen oder Genehmigungen benötigen. Auch die Wahl der Rechtsform hat eine enorme Bedeutung für den Ablauf und den Erfolg des Unternehmens mit persönlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Auswirkungen.

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12. Erkundigen Sie sich über Ihre steuerlichen Pflichten.

Stellen Sie sich von Anfang an auf Ihre Pflichten gegenüber dem Finanzamt ein. Informieren Sie sich über Ihre steuerlichen Pflichten, die notwendige Buchführung und die Art des Jahresabschlusses. Aufgrund der ständigen Änderungen und der Komplexität bei steuerlichen Fragen wird grundsätzlich empfohlen, bereits vor Aufnahme der Geschäftstätigkeit einen Steuerberater hinzuzuziehen.

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13. Denken Sie an die persönliche und betriebliche Absicherung.

Für beruflich Selbstständige gibt es verschiedene Möglichkeiten, um für Arbeitslosigkeit, Alter, Krankheit und Unfall vorzusorgen. Wichtig ist, die Entscheidung für geeignete Versicherungen und Maßnahmen nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern sich schon während des Gründungsprozesses beraten zu lassen. Informieren Sie auf jeden Fall Ihre Krankenversicherung über Ihre Pläne. Zu Fragen der Altersvorsorge erkundigen Sie sich beispielsweise bei der Deutschen Rentenversicherung. Denken Sie auch an die Risikovorsorge im Unternehmen. Verschließen Sie nicht die Augen vor möglichen Risiken und Gefahren, sondern sorgen Sie mit den richtigen Maßnahmen vor.

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14. Lassen Sie sich auch nach der Eröffnung weiter beraten.

Nach dem Unternehmensstart kommen neue Aufgaben auf Sie zu. Lassen Sie sich vor allem zu finanziellen Belangen weiter beraten. Engagieren Sie im Zweifelsfall einen Unternehmensberater und nutzen Sie dafür entsprechende Fördermaßnahmen.